jetzt der praktische teil – aus dem rohling wird das fertige alaia

inzwischen sind seit der ersten idee und den ersten skizzen schon ein paar wochen vergangen. auch die umsetzung im CAD program hat einige iterationen durchlaufen bis das endgültige design festgestanden hat. das board wird jetzt folgende dimensionen aufweisen: 5’ x 16″9/10 x 7/10

im nächsten schritt habe ich das holz gekauft – paulownia, aufgrund seines geringen gewichts und der relativ hohen festigkeit ideal für das alaia. das holz gibts (zumindest in österreich) im bauhaus. die rohplatte hat 200 x 50 x 1,8 cm.

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der nächste schirtt – die werkzeuge vorbereiten.

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bandschleifmaschine mit einem grobkörnigen papier (ca. 120), stichsäge, elektrohobel und zum endbearbeiten ein schwingschleifer mit verschiedenen papieren (von 100 – 240).

nachdem ich die shape aus dem CAD program ausgedruckt und auf das brett übertragen habe, habe ich den arbeitsplatz nach draußen verlegt, da es doch eine ziemlich staubige angelegenheit werden würde.

das eigentliche shapen ist in drei stunden geschehen gewesen. zuerst mit der stichsäge das board ausschneiden.

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als nächstes mit dem hobel den rocker vorne unten machen. man muß vorsichtig arbeiten, da das paulownia holz sehr weich ist und mit dem hobel daher schnell sehr grobe spähne herausgeht. auf jeden fall – rocker unten, danach noch die boardkante oben und unten grob herausgearbeitet. jetzt kommt die bandschleifmaschine zum einsatz. damit habe ich an der unterseite vom vorderen drittel des board bis nach hinten einen art strömungskanal herausgearbeitet. mit dem groben papier und dem bandschleifer geht das ebenfalls sehr schnell bei dem weichen holz und man muss aufpassen, dass man nicht zu viel wegnimmt. danach mit der hand die kante rund um das board abrunden. zuerst mit einem groben schleifpapier (40) danach immer feiner werdend (120, 200). am ende das ganze brett mit dem schwingschleifer und feinem papier “polieren”.

als nächstes kommt noch das artwork drauf. dafür gibt es eigene holzmalgeräte. ich habe aber dafür meine lötkolben verwendet. voll aufgedreht bei ca 400 grad funktioniert das auch sehr gut. dazu habe ich mir die vorlage einfach auf papier ausgedruckt und auf das holz gelegt. danach bin ich mit dem lötkolben die form auf dem papier nachgefahren. damit wird die form auf das holz durchgebrannt. dann muss man das artwork noch einmal nachziehen damit es sichtbarer wird.

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als letzten schritt, zum versiegeln des bretts habe ich mich für leinöl entschieden. andere empfehlen epoxidharz, da das brett damit mehr festigkeit erhält.

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wichtig – vorher auf das signieren nicht vergessen.

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nach zwei durchgängen ölen ist das brett fertig. jetzt muss das öl nur noch gut aushärten und dann steht dem kitespaß nicht mehr im weg.